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Die Johannisbeertomate zählt zu den ursprünglichsten Tomatenarten und begeistert mit ihren zahlreichen kleinen, aromatischen Früchten. Dank ihres kräftigen Wuchses, ihrer Robustheit und der langen Erntezeit eignet sie sich hervorragend für den Anbau im Garten, Gewächshaus oder auf dem Balkon. Besonders beliebt ist sie bei Naschkatzen, da die süßen Früchte direkt von der Pflanze geerntet werden können. Hier erfahren Sie alles Wichtige zu Anbau, Pflege, Ernte und Verwendung der gelben und roten Wildtomate.

Die Johannisbeertomate (Lycopersicon pimpinellifolium) stammt direkt von der in Peru und Ecuador heimischen Wildtomate ab und ist nur entfernt mit der hier bekannten Kulturtomate verwandt. Die rote oder gelbe Murmel zeichnet sich durch ihre besonders kleinen, runden Früchte sowie ihre Wuchsfreudigkeit aus. Die Früchte haben einen Durchmesser von lediglich einem Zentimeter und wiegen nur wenige Gramm. Wegen dieser kleinen Früchte wird sie auch Johannisbeertomate genannt. Pro Rispe entwickeln sich meistens sechs bis 12 Früchte aus.
Die Pflanzen können bei guter Rankhilfe eine Wuchshöhe von bis zu 2 m erreichen, aber werden meistens breiter als hoch. Dies ist auf die Bildung der vielen Seitentriebe zurückzuführen. Die Früchte hängen an vielen Rispen an allen Trieben, was sie sehr ertragreich macht. Eine einzelne Pflanze kann in einer guten Saison bis zu 1000 Mini-Früchte geben!
Sie ist sowohl für den Anbau im Freiland als auch für die Topfkultur (min. 20 L) geeignet. Die Tomate reift früh und ist bereits 55 Tage nach der Blüte voll ausgereift. Die erste Ernte kann somit bei rechtzeitiger Pflanzung schon im Juli erfolgen. Da die Pflanze über die ganze Saison hinweg neue Triebe und Blüten ausbildet, sind Erträge in gemäßigten Klimazonen bis in den Oktober hinein möglich.
Bei uns können Sie ab Mitte April kräftig vorgezogene gelbe oder rote Johannisbeertomaten-Pflanzen für Ihren Garten kaufen.
Die kleinen Früchte eignen sich wegen ihrer geringen Größe und langen Haltbarkeit ideal als süßer Snack für Zwischendurch oder als frische Zutat in Salaten. Sie sind sehr beliebt bei Kindern. Neben der Fruchtfarbe unterscheiden sich die Sorten auch im Geschmack. Die Früchte der roten Johannisbeertomate schmecken süß-säuerlich, fruchtig-intensiv und würzig und die Schale ist im Gegensatz zur gelben Sorte weicher. Die Johannisbeertomate 'gelbe Murmel' besitzt hingegen ein milderes Aroma, ist süßer und fruchtiger. Auch ihre Schale ist fester und knackiger.
Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sich die Früchte weniger zur Herstellung von Soßen. Dafür sind sie ideal als frische, dekorative Garnitur für Salate, Vorspeisen oder kalte Platten.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit ist das schonende Trocknen im Ofen. Dafür werden die Tomaten gewaschen, halbiert oder leicht eingestochen und bei niedriger Temperatur etwa 6 bis 8 Stunden getrocknet. Anschließend können die abgekühlten Früchte mit Kräutern, Knoblauch und hochwertigem Öl in sterile Gläser eingelegt werden. So entsteht eine aromatische Antipasti-Variante, die im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar ist.
Wer einen frischeren, leicht säuerlichen Geschmack bevorzugt, kann die Tomaten kurz in einem Essigsud haltbar machen. Dazu werden die gewaschenen und leicht angestochenen Früchte für etwa 2 bis 3 Minuten in einem Sud aus Wasser, Weißweinessig, etwas Salz und Zucker erhitzt. Anschließend kommen sie mit frischen Kräutern und Knoblauch in sterile Gläser und werden mit dem heißen Sud übergossen. Nach einigen Tagen Ziehzeit entwickeln sie ein fruchtig-würziges Aroma und eignen sich hervorragend als Beilage für Salate oder Antipasti. Kühl und dunkel gelagert sind die eingelegten Tomaten mehrere Monate haltbar.


Die gelbe oder rote Murmel Tomate ist sehr widerstandsfähig und wenig anfällig für Krankheiten wie Krautfäule (Phytophthora). Das macht sie ideal als Freilandtomate, aber auch für den Anbau auf dem Balkon, sofern genügend Platz vorhanden ist. Wer Johannisbeertomaten pflanzen möchte, sollte einen sonnigen und nährstoffreichen Standort wählen. Die Setzlinge können ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) ins Beet gepflanzt werden, dabei sollten sie möglichst tief gesetzt werden. So können die Pflanzen am Stängel Adventivwurzeln bilden, wodurch ein größeres Wurzelwerk entsteht. Die Pflanze erhält dadurch eine höhere Standfestigkeit und verbessert ihre Wasser- und Nährstoffaufnahme. Die Tomate gehört zu den Starkzehrern und bevorzugt einen nährstoffreichen, durchlässigen, humosen Boden.
Die rote oder gelbe Johannisbeertomate ist äußerst pflegeleicht und vielseitig im Anbau. Sie kann frei über benachbarte Stauden wachsen, ohne diese zu beeinträchtigen. Durch ihre feinen Blätter bleibt der Bestand luftig, was gesunde Pflanzen unterstützt.
Ein Gerüst ist nicht zwingend notwendig, kann den Wuchs aber ordnen und die Ernte erleichtern. Gut geeignet sind Zäune, Spaliere, gespannte Drähte oder zwei stabile Pfähle, an denen die bis zu zwei Meter langen Triebe locker befestigt werden.
Durch ihren starken Wuchs lässt sich die Johannisbeertomate auch als temporäre, essbare Hecke kultivieren. Dafür werden die Pflanzen im Mai mit etwa 1 m Abstand an einen Zaun, ein Spalier oder gespannte Drähte gesetzt. Die Triebe werden regelmäßig angebunden, aber nicht ausgegeizt. So entsteht im Laufe des Sommers eine grüne Wand mit vielen kleinen, essbaren Früchten. Ab Juli können meist die ersten Tomaten geerntet werden. Da die Johannisbeertomate einjährig ist, muss sie nach dem Winter neu gepflanzt werden.
Auch ohne Stütze entwickelt sie einen dichten, strauchartigen Wuchs. Die Triebe breiten sich zunächst am Boden aus und bilden laufend neue Seitentriebe, die sich übereinanderlegen und so etwas Abstand zum Boden schaffen. Wer ohne Gerüst kultiviert, kann eine Anti-Unkrautfolie unterlegen. Das reduziert Spritzwasser und senkt die Infektionsgefahr durch aufgewirbelte Pilzsporen.
Alternativ lässt sich die Johannisbeertomaten-Pflanze auch als Tomatensäule ziehen. An einem etwa 2 m hohen Pfahl wachsen die Triebe rasch empor, hängen später locker über und tragen bis zum ersten Frost zahlreiche kleine Früchte.


Wie bereits erwähnt ist das Ausgeizen der roten oder gelben Wildtomate nicht notwendig. Die Tomate bildet ihre Früchte an den vielen Seitentrieben aus. Je mehr davon vorhanden sind, desto reicher ist die Ernte. In besonders feuchten Jahren kann ein Ausgeizen der Pflanze dennoch sinnvoll sein, sodass Blätter und Früchte stets gut abtrocknen können und sich kein Pilz ausbreiten kann.
Die Tomate gehört zu den Starkzehrern und benötigt für optimales Wachstum regelmäßig Dünger. Hierfür eignet sich perfekt der speziell abgestimmte Bio Profi-Tomatendünger. Dieser versorgt die Pflanze während der gesamten Wachstumsperiode mit dem richtigen Nährstoffverhältnis und muss aufgrund seiner Langzeitwirkung nur zwei- bis dreimal ausgebracht werden. Zusätzlich kann spezielle Tomatenerde verwendet werden, um die Jungpflanzen von Anfang an optimal zu unterstützen. Wichtig ist vor allem eine ausreichende Kaliumversorgung, da Kalium die Fruchtbildung fördert. Zu viel Stickstoff hingegen sorgt zwar für viel Blattmasse, kann aber die Blüten- und Fruchtbildung bremsen.
Bei GemüseProfi erhalten Sie kräftige, vorgezogene Johannisbeertomaten in roter und gelber Ausführung. Die Jungpflanzen sind bestens für Garten, Gewächshaus und Balkon geeignet und ermöglichen einen schnellen Start in die Tomatensaison.
Luft kann besser zirkulieren und die Blätter trocknen schneller ab.
Basilikum, Ringelblumen und Tagetes passen gut zu Tomaten.
Kartoffeln und Fenchel besser nicht direkt neben Tomaten pflanzen.
Leicht reife Tomaten können an einem warmen Platz nachreifen.
Johannisbeertomaten können je nach Sorte, Standort und Pflege bis etwa 2 m lange Triebe bilden. Sie wachsen meist stark verzweigt und benötigen ausreichend Platz.
Nein, Johannisbeertomaten müssen in der Regel nicht ausgegeizt werden. Sie wachsen von Natur aus buschig und verzweigt. Ein Rückschnitt ist höchstens sinnvoll, wenn die Pflanze zu dicht wird.
Nein, Johannisbeertomaten sind nicht winterhart. Sie sind frostempfindlich und werden in unseren Breiten meist einjährig kultiviert.
Johannisbeertomaten können meist ab Juli geerntet werden. Bei guter Pflege und geschütztem Standort bilden sie bis zum ersten Frost immer wieder neue Früchte.