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Mais Jungpflanzen

Mais ist eine vielseitige und ertragreiche Kulturpflanze für den eigenen Selbstversorgergarten. Ob süßer Zuckermais, Popcornmais oder Polentamais – die verschiedenen Sorten bieten abwechslungsreiche Möglichkeiten für die Küche. Getrocknete, farbenfrohe Kolben eignen sich nach der Ernte zudem auch als natürliche Dekoration.

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Maispflanzen kaufen für eine abwechslungsreiche Ernte

Mais ist eine vielseitige und ertragreiche Kulturpflanze, die sich hervorragend für den eigenen Selbstversorgergarten eignet. Ob süßer Zuckermais, knackiger Popcornmais oder aromatischer Polentamais: die verschiedenen Maissorten unterscheiden sich nicht nur in Geschmack und Farbe, sondern auch in ihrer Zubereitung. 

Wer die Ernte nicht vollständig verzehren möchte, kann Mais auch dekorativ nutzen. Neben klassischen gelben Kolben gibt es beispielsweise auch Sorten mit roten, violetten oder mehrfarbigen Körnern. Getrocknete Kolben mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen sind eine natürliche Dekoration mit besonderem Flair und bringen ein Stück Garten in die Wohnung.

Anbauhinweise

Mais anbauen – Standort & Pflanzhinweise

Mais ist eine wärmeliebende Pflanze und gedeiht am besten an einem sonnigen, warmen Standort mit einem lockeren, nährstoffreichen Boden. Als Starkzehrer benötigt er während der Wachstumsphase ausreichend Nährstoffe. Aus diesem Grund sollte das Beet im Frühjahr mit reifem Kompost oder einem Langzeitdünger bzw. Bio Profi-Gemüsedünger vorbereitet werden. Mais kommt allgemein gut mit kurzzeitigem Trockenstress klar, sollte bei längerer Trockenheit jedoch regelmäßig mit Wasser versorgt werden.

Beim Pflanzen sollten Sie einen Reihenabstand von etwa 50 cm und einen Abstand von rund 30 cm zwischen den Pflanzen einhalten. Da Mais durch den Wind bestäubt wird, ist es wichtig, nicht nur einzelne Pflanzen zu setzen. Pflanzen Sie den Mais möglichst in einer kompakten Gruppe und idealerweise mindestens 12 Pflanzen, damit die Pollen zuverlässig von den männlichen zu den weiblichen Blüten gelangen.

Gut zu wissen:

Die männlichen Blüten sitzen als auffällige, rispenartige Blütenstände ganz oben an der Pflanze. Die weiblichen Blüten entwickeln sich dagegen am späteren Maiskolben. Aus jedem der feinen Fäden, die aus dem Kolben herausragen, kann nach erfolgreicher Bestäubung ein einzelnes Maiskorn entstehen. Werden nicht alle dieser Fäden mit Pollen bestäubt, bleiben die entsprechenden Stellen am Kolben später ohne Körner. Bei kleinen Beständen kann es deshalb häufiger zu lückenhaft ausgebildeten Kolben kommen.

Merke:

Ein kompakter Anbau zahlreicher Maispflanzen verbessert die Bestäubung und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Kolben vollständig mit Körnern füllen.

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Mischkultur – Drei Schwestern

Eine besonders bekannte Mischkultur ist das sogenannte Milpa-Beet oder „Drei Schwestern“-Beet. Dabei werden Mais, Kürbis und Stangenbohnen miteinander kombiniert. Die Anbauweise ist historisch mit verschiedenen indigenen Gemeinschaften Nord- und Mittelamerikas verbunden, die diese Pflanzen aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften gemeinsam anbauten.

Die drei Pflanzen ergänzen sich auf besondere Weise: Der Mais wächst hoch und dient den rankenden Bohnen als natürliche Rankhilfe. Die Kürbispflanzen breiten ihre großen Blätter am Boden aus, bedecken die Fläche und halten dadurch die Bodenfeuchtigkeit länger. Die Bohnen gehören zu den Leguminosen und können mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden. So ergänzen sich die unterschiedlichen Wuchsformen und Eigenschaften der Pflanzen auf engem Raum.

Statt Kürbis können alternativ auch Melonen verwendet werden. Wichtig ist dabei, den Pflanzen ausreichend Platz zu geben, da sich sowohl Kürbis als auch Melonen stark ausbreiten können.

Gute und schlechte Nachbarn für Maispflanzen

Mais lässt sich grundsätzlich mit vielen Gemüsepflanzen kombinieren. Aufgrund seines hohen Wuchses und seines hohen Lichtbedarfs sollte jedoch darauf geachtet werden, welche Pflanzen direkt daneben wachsen. Stark wachsende Pflanzen können sich gegenseitig beschatten, während lichtliebende Kulturen durch den Schatten des Maises in ihrem Wachstum beeinträchtigt werden können.

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Gute Beetnachbarn

Kürbis, Zucchini, Gurken, Melone, Bohnen, Salat

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Weniger geeignete Beetnachbarn

Rettich, Radieschen, Sellerie, Rote Bete und Erbsen

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Schädlinge und Krankheiten bei Mais

Auch Mais kann von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Zu den häufigsten Schädlingen gehören Maiszünsler, Maiswurzelbohrer, Drahtwürmer und Fritfliegen. Diese befallen verschiedene Pflanzenteile des Maises.

Vorbeugen lassen sie sich vor allem durch einen abwechslungsreichen Anbau. Mais sollte möglichst nicht über mehrere Jahre am gleichen Standort wachsen. Nach der Ernte sollten die Pflanzenreste außerdem gründlich zerkleinert und z.B. im Kompost entfernt bzw. in den Boden eingearbeitet werden. So werden unter anderem die Überwinterungsmöglichkeiten des Maiszünslers in den trockenen Stängeln reduziert.

Neben Schädlingen können verschiedene Pilzkrankheiten auftreten. Dazu gehören Maisbeulenbrand, Blattfleckenkrankheiten, Fusarium-Stängel- und Kolbenfäule sowie Maiskopfbrand. Besonders bei feuchtwarmer Witterung können sich verschiedene Blattfleckenkrankheiten stärker ausbreiten.

Wer die Standort- und Pflegeansprüche des Maises berücksichtigt, schafft bereits wichtige Voraussetzungen für kräftige und widerstandsfähige Pflanzen.

Übrigens:

Was bei uns als Krankheit gilt, ist in Mexiko sogar eine Spezialität. Der durch den Pilz Ustilago maydis verursachte Maisbeulenbrand wird dort unter dem Namen Huitlacoche als Delikatesse verzehrt.

Ernte & Lagerung

Mais ernten und richtig lagern

Je nach Sorte und Verwendungszweck kann Mais ab Ende Juli bis in den Herbst hinein geerntet werden. Der richtige Erntezeitpunkt hängt dabei entscheidend davon ab, ob Sie die Kolben frisch genießen oder für die Trocknung verwenden möchten.

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Frischer Zuckermais

Zuckermais wird in der sogenannten Milchreife geerntet, wenn die Körner noch weich und saftig sind. Ein gutes Anzeichen dafür sind die Griffel – die feinen Fäden an der Spitze des Kolbens –, die sich braun verfärben und eintrocknen. Für eine sichere Reifeprobe können Sie vorsichtig ein Korn mit dem Fingernagel anritzen. Tritt dabei ein milchig-weißer Saft aus, ist der Mais erntereif.

Mit der Ernte sollten Sie dann nicht mehr lange warten: Nach der Milchreife wandelt sich der enthaltene Zucker zunehmend in Stärke um und die Körner werden fester und weniger süß. Zuckermais schmeckt deshalb am besten, wenn er möglichst frisch nach der Ernte verzehrt oder direkt verarbeitet und beispielsweise gegrillt oder eingekocht wird. Wenn dies nicht möglich ist, können Sie die Kolben in ein feuchtes Tuch eingeschlagen im Kühlschrank aufbewahren. Für den besten Geschmack sollten sie jedoch möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen verarbeitet werden, da die Süße auch während der Lagerung schnell abnimmt.

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Trocken- und Popcornmais

Popcornmais und andere Sorten für die Trockennutzung werden dagegen erst im vollreifen Zustand geerntet. Die Kolben bleiben so lange an der Pflanze, bis die Körner weitgehend ausgereift und trocken sind. Häufig beginnt zu diesem Zeitpunkt auch die gesamte Pflanze einzutrocknen.

Nach der Ernte sollten die Kolben an einem trockenen, luftigen Ort vollständig nachtrocknen. Anschließend lassen sich die trockenen Körner mehrere Monate lagern und eignen sich hervorragend als Vorrat. Popcornmais kann bei Bedarf direkt vor der Zubereitung vom Kolben gelöst werden.

Zubereitungshinweise

Mais zubereiten – vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Mais lässt sich je nach Sorte ganz unterschiedlich in der Küche verwenden. Zuckermais wird in der Milchreife geerntet und schmeckt frisch vom Kolben, gekocht, angebraten oder gegrillt. Die süßen Körner lassen sich außerdem wunderbar für Salate, Suppen oder Gemüsegerichte verwenden.

Popcornmais wird dagegen erst vollständig ausgereift und getrocknet geerntet. Die trockenen Körner lassen sich anschließend ganz einfach in einem Topf oder einer Pfanne mit etwas Öl zu knusprigem Popcorn aufpoppen. Achtung: Nicht den Deckel vergessen!

Eine Besonderheit in unserem Sortiment ist der Erdbeermais. Je nach Erntezeitpunkt lässt er sich frisch wie Zuckermais genießen oder man lässt ihn vollständig ausreifen und trocknen und kann daraus später Popcorn zubereiten. So können Sie mit einer Sorte gleich zwei verschiedene Verwendungsmöglichkeiten ausprobieren.


FAQ – Fragen? Wir haben Antworten!

Wie und wann baut man Mais an?

Mais ist frostempfindlich und sollte erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Pflanzen Sie Mais möglichst in einem kompakten Block mit mehreren Pflanzen an. Eine Pflanzung in Reihen ist nicht empfehlenswert, da Mais durch den Wind bestäubt wird und die Pflanzen sich auf diese Weise nicht gut bestäuben.

Empfehlenswert sind mindestens etwa 12 Pflanzen. Zwischen den Pflanzen sollten rund 30 cm Abstand und zwischen den Reihen etwa 50 cm eingehalten werden.

Welchen Dünger sollte man für Mais verwenden?

Mais gehört zu den Starkzehrern und benötigt daher einen nährstoffreichen Boden. Bereiten Sie das Beet vor dem Pflanzen beispielsweise mit Kompost oder unserem Langzeitdünger vor, der die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit Nährstoffen versorgt. Alternativ können Sie den Bio Profi-Gemüsedünger verwenden. Ob während der Wachstumsphase eine weitere Düngung erforderlich ist, hängt davon ab, wie nährstoffreich der Boden ist und welchen Dünger Sie zuvor verwendet haben. Achten Sie auf die jeweiligen Anwendungsempfehlungen des Düngers und vermeiden Sie eine Überversorgung.

Wie lang braucht Mais bis zur Ernte?

Mais wird je nach Sorte und Pflanzzeit meist zwischen August und Oktober geerntet. Wie lange die Pflanzen bis zur Erntereife benötigen, hängt dabei vom jeweiligen Maistyp ab. Vorgezogene Jungpflanzen haben gegenüber einer Direktsaat bereits einen Entwicklungsvorsprung und können deshalb im Freiland früher erntereif sein.

Zuckermais benötigt von der Aussaat bis zur Erntereife etwa 70 bis 90 Tage, also rund drei Monate. Er wird bereits in der Milchreife geerntet, wenn die Körner noch weich und süß sind. Bei Zuckermais sollte nach der Ernte nicht lange mit der Verarbeitung gewartet werden, da der enthaltene Zucker schnell in Stärke umgewandelt wird. Dadurch werden die Körner fester und weniger süß.

Popcornmais benötigt mit etwa 100 bis 120 Tagen etwas länger. Er wird erst vollständig ausgereift und getrocknet geerntet und bleibt deshalb länger an der Pflanze.

Wie viele Kolben wachsen an einer Maispflanze?

Eine Maispflanze bildet meist ein bis zwei Kolben aus. Wie viele davon sich tatsächlich vollständig entwickeln, hängt unter anderem von der Sorte, der Nährstoff- und Wasserversorgung sowie den Wachstumsbedingungen ab. Bei einer guten Versorgung kann sich neben dem Hauptkolben ein weiterer Kolben entwickeln, garantiert ist ein zweiter Kolben jedoch nicht.