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Ob Buschbohnen und Zuckerschoten oder Kichererbsen und Edamame – bei GemüseProfi finden Sie eine vielfältige Auswahl an Hülsenfrüchte-Jungpflanzen für Ihren Garten. Die pflegeleichten Schmetterlingsblüter überzeugen nicht nur mit einer reichen Ernte, sondern auch mit ihren dekorativen Blüten und den vielseitig verwendbaren Früchten. So bereichern sie sowohl den Gemüsegarten als auch die Küche.
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Hülsenfrüchte sind besonders nährstoffreiche Gemüsepflanzen und dadurch eine wertvolle Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, viele Ballaststoffe und wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Folsäure, Magnesium, Kalium und Eisen. Dank ihres hohen Ballaststoff- und Proteingehalts sättigen sie besonders gut und lassen den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr nur langsam ansteigen.
Botanisch gehören Bohnen, Erbsen und Co. zu den Leguminosen (Hülsenfrüchtlern). Als Hülsenfrüchte bezeichnet man die essbaren Früchte dieser Pflanzen. Sie bestehen aus einer Hülse, in der sich die Samen entwickeln. Je nach Art werden die jungen Hülsen oder die reifen Samen verzehrt.


Leguminosen besitzen eine besondere Eigenschaft, die sie von vielen anderen Gemüsepflanzen unterscheidet: Sie gehen eine Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien ein. Diese leben an den Wurzeln der Pflanzen und können Stickstoff aus der Luft aufnehmen und für die Leguminosen in eine pflanzenverfügbare Form umwandeln. Dadurch sind Hülsenfrüchte häufig weniger auf eine zusätzliche Stickstoffdüngung angewiesen als andere Gemüsearten.
Von dieser natürlichen Zusammenarbeit profitiert auch der Gartenboden. Nach der Ernte verbleiben die Wurzeln im Boden und tragen dazu bei, den Stickstoffgehalt zu verbessern. Gleichzeitig lockern sie den Boden auf und fördern ein gesundes Bodenleben. Deshalb eignen sich Hülsenfrüchte hervorragend für die Fruchtfolge und sind ideale Vorkulturen für Starkzehrer wie Kohl, Kürbis oder Tomaten.
Viele Hülsenfrüchte sind unkompliziert im Anbau und daher auch für Gartenanfängerinnen und -anfänger geeignet. Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie einen lockeren, gut durchlässigen Boden. Zuckerschoten und Markerbsen sind dabei etwas hitzeempfindlicher als Kichererbsen und Bohnen. Je nach Art unterscheiden sich die Pflanzen außerdem in ihrer Wuchsform und damit auch in ihrem Platzbedarf.

Buschig wachsende Hülsenfrüchte bleiben vergleichsweise kompakt und benötigen in der Regel keine zusätzliche Stütze. Sie eignen sich besonders gut für kleinere Beete oder Hochbeete und lassen sich platzsparend anbauen. Hierzu gehören Buschbohnen, Dicke Bohnen, Kichererbsen und Sojabohnen (Edamame).
Rankende Arten bilden lange Triebe aus und sollten an Rankgittern, -stäben oder Schnüren nach oben wachsen können. Dadurch wird der vorhandene Platz optimal genutzt, die Hülsen sind besser vor Feuchtigkeit und Pilzkrankheiten geschützt und die Ernte gestaltet sich einfacher. Zu den rankenden Hülsenfrüchtlern gehören Stangenbohnen, Markerbsen und Zuckerschoten.

Je nach Art können Hülsenfrüchte entweder frisch oder getrocknet geerntet werden. Für den Frischverzehr werden die Hülsen oder Samen jung und zart geerntet. Dies ist zum Beispiel bei Zuckerschoten, Edamame und Markerbsen der Fall. Möchten Sie Bohnen, Erbsen oder Kichererbsen länger lagern, lassen Sie die Hülsen vollständig an der Pflanze ausreifen und trocknen. Die getrockneten Samen lassen sich anschließend kühl, trocken und lichtgeschützt über viele Monate aufbewahren und eignen sich ideal als Vorrat.
Hülsenfrüchte sind vielseitige Zutaten für eine ausgewogene Küche. Sie eignen sich für herzhafte Eintöpfe wie Chili oder Bohnensuppe, asiatische Gemüsepfannen mit knackigen Zuckerschoten, frische Bohnensalate oder cremige Aufstriche wie Bohnenmus und Hummus. Zarte Zuckerschoten schmecken sogar roh und sind ein gesunder Snack für zwischendurch.
Je nach Art werden unterschiedliche Pflanzenteile verzehrt. Bei Kichererbsen, Dicken Bohnen oder Edamame stehen die Samen im Mittelpunkt, während bei Zuckerschoten die jungen, noch zarten Hülsen mitgegessen werden. Auch grüne Bohnen werden in der Regel mitsamt ihrer Hülse geerntet, solange sie noch jung und zart sind.

Rohe Bohnen sollten niemals verzehrt werden. Sie enthalten natürliche Giftstoffe (Lectine), die erst durch ausreichendes Erhitzen unschädlich werden. Getrocknete Bohnen sollten außerdem vor dem Kochen mehrere Stunden oder über Nacht eingeweicht werden. Gießen Sie das Einweichwasser anschließend weg und verwenden Sie zum Kochen frisches Wasser.
Zuckerschoten und junge Erbsen hingegen können Sie ohne Bedenken roh essen.

Hülsenfrüchte verbinden gleich mehrere Vorteile: Sie liefern eine reichhaltige Ernte, sind vielseitig in der Küche einsetzbar und bereichern den Garten mit ihren dekorativen Blüten. Gleichzeitig fördern sie durch ihre Fähigkeit zur Stickstoffbindung ein gesundes Bodenleben und eignen sich hervorragend für eine nachhaltige Fruchtfolge.
Mit den kräftigen Hülsenfrüchte-Jungpflanzen von GemüseProfi gelingt der Start in die Gartensaison besonders einfach. Unsere Topfkulturen verfügen über einen gut durchwurzelten Ballen und wachsen nach dem Auspflanzen schnell an. So sparen Sie wertvolle Zeit gegenüber der Anzucht aus Samen und schaffen beste Voraussetzungen für eine gesunde, ertragreiche Ernte. Selbstverständlich verzichten wir dabei auf den vorbeugenden Einsatz von Pestiziden.
Der richtige Pflanzzeitpunkt hängt von der Art ab. Erbsen und Dicke Bohnen vertragen kühle Temperaturen und können bereits ab März ins Freiland gepflanzt werden. Busch- und Stangenbohnen sind dagegen frostempfindlich und sollten erst nach den Eisheiligen, also ab Mitte Mai, ausgepflanzt werden. Je nach Sorte können Bohnen bis Juni oder Juli nachgesät bzw. gepflanzt werden, sodass Sie über einen längeren Zeitraum weitere Hülsen ernten können.
Erbsen und Bohnen gehören zwar beide zu den Hülsenfrüchten, unterscheiden sich jedoch in ihren Ansprüchen an geeignete Beetnachbarn.
Erbsen sollten möglichst nicht neben Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch und Lauch wachsen. Auch Kartoffeln, Tomaten und Auberginen sind keine idealen Nachbarn.
Bohnen vertragen sich ebenfalls nicht gut mit Erbsen sowie mit Zwiebeln, Lauch, Knoblauch und Fenchel.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, Pflanzen mit ähnlichen Krankheiten oder sehr hohem Platz- und Nährstoffbedarf nicht direkt nebeneinander anzubauen. So lassen sich Konkurrenz und die Ausbreitung von Krankheiten im Beet verringern.
Die passenden Beetnachbarn unterscheiden sich je nach Art.
Erbsen harmonieren beispielsweise gut mit Möhren, Pastinake, Rettich, Radieschen, Gurken, Kohlarten, Kopfsalat, Mais oder Dill.
Bohnen lassen sich gut mit Bohnenkraut, Gurken, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Roter Bete, Sellerie oder Erdbeeren kombinieren. Ebenso ist die beliebte Kombination mit Kürbis und Mais sehr empfehlenswert.
Eine abwechslungsreiche Mischkultur fördert ein gesundes Bodenleben, nutzt den vorhandenen Platz optimal aus und kann dazu beitragen, Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen.
Sind die Pflanzen vollständig abgeerntet und bilden keine neuen Schoten mehr, sollten Sie sie nicht mitsamt der Wurzel ausreißen. Schneiden Sie die Triebe stattdessen knapp über dem Boden ab und lassen Sie die Wurzeln im Beet. An ihnen sitzen die Knöllchenbakterien, die Stickstoff im Boden binden und so die Bodenfruchtbarkeit fördern. Davon profitieren insbesondere nachfolgende Kulturen mit einem hohen Nährstoffbedarf.